Disziplinen, Turniere und Bogenklassen

Disziplinen

Für alle nachfolgend aufgeführten Disziplinen gilt, dass sich die Entfernungen und Größen der Ziele je nach Altersklasse und verwendetem Bogentyp deutlich unterscheiden können. Das ist natürlich auch bei privat veranstalteten Turnieren so.  Der Einfachheit halber haben wir uns in der folgenden Beschreibung auf die Entfernungen der Schützenklasse (Alter von 21 – 45 Jahre) und den olympischen Recurve beschränkt.

WA (FITA) Runde im Freien (Olympische Disziplin):
Wir schießen auch in dieser, durch die Olympischen Spiele bekannten, Disziplin. Einige unserer Mitglieder so gut, dass sie sich auf die Landesmeisterschaften und Deutschen Meisterschaften qualifizieren und vordere Ränge belegen. Die Entfernung beträgt 70 Meter. Es werden insgesamt 12 mal 6 Pfeile (Passen) geschossen. Alle Schützen stehen nebeneinander auf der Schießlinie und schießen auf das 122 cm große Ziel.  Nachdem eine Passe geschossen wurde, gehen die Schützen vor und werten die Ergebnisse gemeinsam aus, ziehen die Pfeile und gehen zurück zur Schießlinie um die nächste Passe zu schießen.

WA (FITA) in der Halle
Da die Bogenschützen im Training bleiben wollen, wurde für die kalte Jahreszeit das Hallenschießen entwickelt. Auch hier stehen die Schützen wieder auf einer Linie, schießen auf ein nur 18 m entferntes Ziel, das dann aber auch nur  20 cm groß ist. Es geht wieder im Wechsel, schießen, schreiben der Ergebnisse, Pfeile holen und erneut schießen.

Die WA (FITA) Feldbogenrunde:
Die Feldbogenschützen schießen ausschließlich draußen. In Wald und Feld werden insgesamt 24 Scheiben aufgestellt. Je nach Topografie wird bergauf, bergab aber natürlich auch auf gleicher Höhe geschossen. Je nach Entfernungsbereich sind kleinere und größere Ziele zu treffen. An 12 Scheiben sind die Entfernungen an den jeweiligen Abschusspflöcken angegeben. Bei den anderen 12 Scheiben müssen die  Schützen die Entfernung schätzen. Moderne Hilfen zum Messen der Entfernungen und der Neigungswinkel sind nicht zulässig. Der Schütze soll selbst schätzen und sich entsprechend auf das Ziel einstellen. Die Schützen gehen zu viert von Scheibe zu Scheibe und jeder Schütze macht 3 Schuss pro Ziel. Auch in dieser Disziplin haben wir Mitglieder, die sich bis zur Deutschen Meisterschaft qualifizieren.

 

Die World Archery Federation (WA) ist der weltweit größte Dachverband der Sportbogenschützen und einziger Verband, der zu den Olympischen Spielen zugelassen ist.
Der Verband wurde 1931 in Lemberg, damals Polen heute Ukraine, als Fédération Internationale de Tir à l’Arc (FITA) gegründet und trug diesen Namen bis zum Jahre 2011. Auf der Delegiertenversammlung im Juli 2011 wurde die Umbenennung in World Archery Federation beschlossen.
Quelle: Wikipedia

Mit WA-Turnieren (früher FITA) ist in der Regel das olympische Bogenschießen gemeint.
Aber auch andere Varianten des olympischen Schießens werden damit in Verbindung gebracht. Die Zielauflagen der WA sind in den Farben Gold, Rot, Blau, Schwarz und Weiß aufgeteilt (siehe Logo rechts oben auf jeder Seite). Alle Turniere, die mit solchen "Regenbogen-Zielauflagen" ausgeschrieben sind, werden von Bogenschützen als WA-Turniere (früher FITA) bezeichnet.

Quelle: www.bogenundpfeile.de

 

Jagdturniere
In einem Parcours werden, ähnlich wie bei der Feldbogenrunde, Ziele aufgestellt. Diese bestehen jedoch nicht aus gelb-schwarzen Scheiben, sondern aus Tier-Attrappen. Die Regeln sind je nach Veranstalter unterschiedlich, aber in unserer Gegend werden normalerweise rund 28 Ziele auf unbekannte Entfernungen geschossen. Jeder Schütze darf bis zu 3 Pfeile schießen. Wobei ein guter Treffer höher gewertet wird als ein schlechter und ein Treffer mit dem 1. Pfeil besser bewertet als einer mit dem 2. oder 3. Pfeil. Auch auf diesen Turnieren wird unterteilt, ob die Schützen mit oder ohne Visier auf die Pirsch gehen oder ob es sich um Kinder, Jugendliche oder erwachsene Schützen handelt.

Weitere Turnierformen:
Es gibt noch etliche andere Meisterschaften und Turnierformen. Wer mehr wissen will kommt entweder vorbei – oder geht ins Internet. Oder beides.

Die Bogenvarianten die bei uns geschossen werden:

Langbogen:
Despektierlich gesagt, ist dies ein gerader Ast mit zwei Kerben an den Enden in die die Sehne eingehängt wird.


Jagdrecurve:
Die Enden des Astes wurden nach vorne gebogen – ansonsten unterscheidet sich das Sportgerät nicht wesentlich vom oben beschriebenen.

Reiterbogen:
Wir haben zwar keine berittene Abteilung, aber auch Schützen die sich mit diesem Sportgerät auseinandersetzen. Das sehr schöne und effektive aber überhaupt nicht einfach zu schießende Sportgerät, unterscheidet sich vom Recurve im Wesentlichen dadurch, dass an den Enden noch steife, „nicht arbeitende“  Verlängerungen angesetzt sind.


Die äußerliche Einfachheit der 3 eben beschriebenen Sportgeräte täuscht gern über die „inneren“ Werte hinweg. Es werden gern mal 7 und mehr verschiedene Hölzer und anderer Materialien (Horn, Tiersehen, Leder, Schlangenhaut aber auch, Carbon- und Glasfasern etc.) verleimt und zu wirklich wertvollen Einzelstücken verarbeitet.


Olympischer Recurve:
Zumeist ein dreigeteilter Bogen, das Mittelteil aus Metall, die angesetzten Wurfarme aus diversen Materialien (in manchen soll angeblich noch Holz sein). Am Mittelstück werden ein Visier, und diverse Stabilisatoren befestigt. Im Vergleich zum Jagdrecurve ist der Bogen in der Regel auch um einige Zoll länger. Das Zubehör dient dazu, den Bogen während des Zielvorgangs und des Abschusses ruhiger zu halten und genauer schießen zu können.


Compoundbogen:
Aufgrund der auffälligen Umlenkrollen an den Enden der Wurfarme, bezeichnet manch traditioneller Bogenschütze diese hochtechnischen Geräte respektlos als „Fahrräder“. Tatsächlich handelt es sich um faszinierende Bögen die aufgrund dieser Umlenkungen und dem Gewirr an Kabeln ein sehr niedriges Haltegewicht im Vollauszug erreichen. Wohlgemerkt erst im Vollauszug! Vorher hat der Schütze die ganze Zugkraft des Bogens zu überwinden. Auch das, um noch genauer zu schießen und den Zehner-Bereich möglichst nicht mehr zu verlassen.